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Photo: IBSF
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Innsbruck läutet zweite Saisonhälfte im Olympia-Winter ein

Innsbruck (RWH) Auf dem Olympia-Eiskanal in Igls oberhalb von Innsbruck (AUT) läutet der BMW ISBF Weltcup 2017/2018 die zweite Hälfte des Olympia-Winters ein. Vier Rennen standen bereits auf dem Weltcup-Programm der Bob- und Skeleton-Sportler, vier weitere stehen noch bevor. Drei davon – Innsbruck sowie Altenberg (GER) und St. Moritz (SUI) im Januar 2018 – zählen zu den Qualifikations-Rennen für die Olympischen Winterspiele 2018 in PyeongChang.
Dabei ist in diesem Winter die Weltspitze in allen Disziplinen eng beieinander. Gleichzeitig zeigte sich, dass viele Athleten und Nationen ganz vorn mitfahren können. „Das wird das härteste Bob-Rennen, das es jemals bei Olympia gegeben hat", gab der deutsche Bob-Cheftrainer Rene Spies schon vor Saisonbeginn beim Sport-Nachrichtendienst SID zu Protokoll. Die Leistungsdichte sei qualitativ und quantitativ noch nie so hoch gewesen, wie im anstehenden Winter. „Bei Olympia können zehn Leute um die Medaillen fahren, das habe ich noch nie erlebt“, ergänzte Nico Walther (GER), Zweierbob-Auftaktsieger beim Weltcup in Lake Placid.
Die Resultate der ersten vier Saisonrennen unterstreichen das: Im Männer-Zweierbob gab es in vier Rennen vier verschiedene Sieger aus drei Ländern. Im Viererbob standen neun Athleten aus fünf Nationen auf dem Weltcup-Podium.
Im Frauen-Zweierbob entspann sich wie in den letzten Jahren zunächst das erwartete Duell zwischen den Athletinnen aus den USA und Kanada. Aber auch das deutsche Team feierte mit Stephanie Schneider, Dritte in Lake Placid und Siegerin in Winterberg, sowie EM-Titelverteidigerin Mariama Jamanka, Dritte in Winterberg, drei Podestplätze.
Beim Frauen-Skeleton erreichten bislang sieben Athletinnen aus fünf Nationen einen Platz auf dem Podium. Bei den Männern ist Skeleton-Pilot Sungbin Yun (KOR) momentan das Maß der Dinge. Der Gesamtweltcup-Zweite von 2016 und 2017 feierte in Winterberg seinen dritten Sieg in Serie. ©RWH2017

Der Weltcup- und EM-Zeitplan von Innsbruck
Zeitplan Innsbruck


Weltcup in Innsbruck zählt auch als EM

Innsbruck (RWH) Neben wichtigen Punkten in Sachen Gesamt-Weltcup und Olympia-Qualifikation geht es beim BMW IBSF Weltcup in Innsbruck auch um den ersten Titel des Winters: Für alle Athletinnen und Athleten aus Europa zählen die Rennen im Olympia-Eiskanal von Igls gleichzeitig als Europameisterschaft.
In Sachen Bob ging bei den vergangenen Europameisterschaften kaum etwas vorbei am deutschen Team: 23 Titel im Viererbob (seit 1967) und 22 im Männer-Zweierbob (seit 1929) sprechen für sich. Bei den Frauen im Zweierbob gingen bis auf einen alle Titel seit 2004 an Deutschland – lediglich 2014 am Königssee gewann mit Fabienne Meier/Tanja Mayer ein Duo aus der Schweiz.
Bei den Skeleton-Europameisterschaften dominierten in den Anfangs-Jahren – die erste EM der Männer fand 1981 in Igls statt – die Athleten aus Österreich mit drei Titeln, sieben Mal Silber und drei Bronzemedaillen.
Zwischen 1988 und 2003 fand keine Skeleton-EM statt. Von den 15 Titeln seitdem gingen acht an Martins Dukurs (LAT), 2016 teilte er sich EM-Gold mit seinem Bruder Tomass. Lettland, repräsentiert durch die Dukurs-Brüder, avancierte so zur erfolgreichsten Nation in Sachen Skeleton-EM.
Bei den Skeleton-Athletinnen kommt mit Janine Flock eine große Favoritin in Innsbruck aus dem Heim-Team. In der EM-Bestenliste würde Janine Flock mit einer Medaille in Igls auf Rang zwei vorrücken und dabei zumindest mit der Britin Shelley Rudman (je zweimal Gold, Silber und Bronze) gleichziehen. Unangefochtene Spitzenreiterin der EM-Bestenliste bleibt Anja Huber aus Deutschland, die in ihrer Laufbahn vier Titel sowie je einmal Silber und Bronze gewann. ©RWH2017

Sieger und Medaillengewinner der EM 2017 in Winterberg
EM2017


Janine Flock trotz Knieverletzung zuversichtlich zur Heim-EM

Innsbruck (RWH) Trotz einer Knieverletzung geht Lokalmatadorin Janine Flock zuversichtlich in Heim-Weltcup und Heim-EM in Innsbruck. In Winterberg hatte sie sich beim Aufwärm-Training zum BMW IBSF Weltcup die Kniescheibe ausgerenkt. „Ich konnte mit dem linken Knie zwar noch keinen richtigen Druck am Start geben, aber dafür ist es mit der neuntbesten Startzeit und siebenten Laufzeit im zweiten Heat eigentlich schon recht gut gegangen“, sagte die Österreicherin, die derzeit auf Rang elf der Gesamtweltcup-Wertung liegt, nach dem Weltcup in Winterberg in einer Meldung des Österreichischen Olympische Comités ÖOC. „Wichtig ist die Konstanz beim Fahren. Mit meiner Performance bin ich sehr zufrieden. Schritt für Schritt nähere ich mich wieder der gesetzten Top-10-Gruppe an.“
Janine Flock ist die erfolgreichste österreichische Skeleton-Pilotin überhaupt. WM-Zweite war sie 2016 auf ihrer Heimbahn und gewann 2015 den Gesamt-Weltcup. In Sachen EM ist mit der 28-Jährigen ohnehin zu rechnen: Seit 2013 (Bronze in St. Moritz) stand sie bei allen kontinentalen Meisterschaften auf dem Podium und holte 2014 und 2016 den EM-Titel.
Bei den Skeleton-Männern liegt die letzte EM-Medaille für Österreich zehn Jahre zurück: 2007 am Königssee gewann Markus Penz Silber. Lokalmatador bei der Heim-EM in Innsbruck ist Matthias Guggenberger, derzeit Gesamt-Zehnter im BMW IBSF Weltcup. Der bislang einzige Podiums-Platz des 33-Jährigen war im Weltcup-Winter 2011/2012 mit Rang drei am Königssee. ©RWH2017

Beierl, Hengster und Maier mit Medaillen-Chancen bei Heim-EM

Innsbruck (RWH) Mit den Bob-Pilotinnen Katrin Beierl und Christina Hengster sowie Benjamin Maier an den Lenkseilen im Zweier- und Viererbob haben die EM-Gastgeber aus Österreich gleich drei aussichtsreiche Kandidaten für Titel und Medaillen im Bob am Start.
Einen Lauf hat in dieser Saison vor allem Katrin Beierl, die vier von fünf Europa-Cup-Rennen gewann. Bei ihrem Saison-Debüt im BMW IBSF Weltcup in Winterberg erzielte die 24-Jährige mit Anschieberin Jennifer Onasanya mit Platz fünf ihr bestes Weltcup-Resultat – und lag dabei lediglich fünf Hundertstelsekunden hinter Olympiasiegerin Kaillie Humphries und eine Zehntelsekunde vor Weltcup-Titelverteidigerin Jamie Greubel Poser.
Teamkollegin Christina Hengster gewann in der letzten Saison in Winterberg mit Bronze die erste EM-Medaille für die österreichischen Bob-Athletinnen. In dieser Saison kam die 31-Jährige nach einem Sturz beim Weltcup-Auftakt in Lake Placid (USA) bislang auf die Plätze zehn (Park City, USA), acht (Whistler, CAN) und 14 (Winterberg, GER).
Im Zweier- und Viererbob dürfen sich die Fans an der Bahn auf Pilot Benjamin Maier mit seinen Teams freuen. Im kleinen Schlitten wäre eine EM-Medaille für Österreich eine Sensation, denn hier liegt der letzte EM-Podestplatz fast 45 Jahre zurück: 1973 wurden Werner Delle Karth/Fritz Sperling in Cervinia (ITA) Dritte.
Ganz anders die Situation im Viererbob: 2016 in St. Moritz (SUI) und 2017 in Winterberg (GER) holte das Quartett um Pilot Benjamin Maier Silber und Bronze. ©RWH2017

Die Vorjahres-Sieger vom BMW IBSF Weltcup in Innsbruck
WCupInnsbruck2017

26 Nationen aus vier Kontinenten beim Weltcup in Innsbruck

Innsbruck (RWH) Athletinnen und Athleten aus 26 Nationen und vier Kontinenten sind beim BMW IBSF Weltcup in Innsbruck am Start. Für die gleichzeitige EM-Wertung zählen Bob- und Skeleton-Sportler aus 18 europäischen Ländern. ©RWh2017

Am Rande der Bande

Mit Jazmine Fenlator-Victorian (JAM) war beim BMW IBSF Weltcup in Winterberg (GER) auch ein Frauen-Team aus dem Karibik-Staat beim Bob-Weltcup am Start. Die 32-Jährige mit familiären Wurzeln in Jamaika war für die USA 2014 in Sochi Olympia-Elfte im Zweierbob und 2015 Dritte im Gesamt-Weltcup. Bei der IBSF ist Jazmine Fenlator-Victorian seit 2016 für das jamaikanische Team am Start, auch vom IOC bekam die Pilotin die Freigabe für einen möglichen Olympia-Start für Jamaika. In Winterberg feierte sie mit Anschieberin Carrie Russel auf Rang sieben einen gelungenen Weltcup-Einstand.
Jamaika hat im Bob-Sport eine lange Tradition: 1988 in Calgary sorgte die erste Teilnahme eines jamaikanischen Viererbob-Teams für Schlagzeilen. Hollywood ließ sich von der Geschichte zu dem Film „Cool Runnings“ (1993) inspirieren, der allein im Kino über 150 Millionen Dollar einspielte. ©RWH2017

Elana Meyers Taylor (USA) vermisste vor dem BMW IBSF Weltcup in Winterberg Schlitten und Equipment. Nach dem Nordamerika-Cup in Park City waren die Container nicht rechtzeitig zum Training in Deutschland angekommen. Hilfe gab es unbürokratisch und selbstverständlich von den anderen Nationen: „Danke an die Teams aus Rumänien und Japan, dass wir uns Schlitten leihen und für das Rennen qualifizieren konnten“, schrieb Weltmeisterin Elana Meyers Taylor auf Twitter. „Und danke an die Schweiz, Rumänien, Belgien, Deutschland, Kanada, Österreich und Großbritannien für weitere Ausrüstung.“ ©RWH2017

Heather Moyse (CAN) ist zurück im kanadischen Bob-Nationalteam. Die 39-Jährige hatte ihre Laufbahn nach den Winterspielen in Sochi 2014 und dem zweiten Olympia-Gold mit Pilotin Kaillie Humphries offiziell beendet. Im Sommer überzeugte Nachwuchs-Pilotin Alysia Rissling sie aber von einem Comeback-Versuch. „Meine Motivation ist es gar nicht, einfach noch eine Olympia-Medaille zu gewinnen. Ich möchte jemandem helfen, die erste zu gewinnen“, sagte Heather Moyse dazu in einem Bericht auf nationalpost.com.
Nach intensivem Training in den letzten Wochen stand zwischen den Weltcup-Stationen in Whistler (CAN) und Winterberg (GER) für die zweimalige Olympiasiegerin erstmals wieder ein Anschub-Test auf Eis auf dem Programm. „Mein Körper ist noch nicht wieder ganz da, wo er sein sollte“, schrieb Heather Moyse im Anschluss daran auf ihrer Facebook-Seite, bevor sie Richtung Deutschland abreiste, um dort zum Weltcup-Team zu stoßen. „Aber: meine Anschubzeit war nur eine Hundertstelsekunde über meiner absoluten Bestzeit von früher!“ Beim Weltcup in Winterberg war Heather Moyse erstmals seit den Winterspielen 2014 wieder als Anschieberin im kanadischen Team dabei und belegte mit Alysia Rissling Rang 16. ©RWH2017

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