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Photo: IBSF/Viesturs Lacis

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Frauen-Zweierbob vor dem fünften Olympia-Auftritt

PyeongChang (RWH) Zum fünften Mal werden in PyeongChang die olympischen Medaillen-Sätze im Frauen-Zweierbob vergeben. 2002 in Salt Lake City (USA) wurde die Zweierbob-Disziplin erstmals auch für die Frauen olympisch. Das erste Gold in der Geschichte ging vor heimischer Kulisse an Jill Bakken und Vonetta Flowers (USA).

In den Folgejahren gingen noch zwei Silber- und zwei Bronze-Medaillen an das US-Team, das bislang bei allen vier Olympia-Wettbewerben im Frauen-Zweierbob auf dem Podium stand. Erfolgreichste US-Athletin ist Elana Meyers Taylor, auf Olympia-Bronze 2010 in Vancouver (CAN) als Anschieberin mit Pilotin Erin Pac und Olympia-Silber 2014 in Sochi als Pilotin mit Lauryn Williams soll in PyeongChang nun die Goldmedaille folgen. Zu den Besten bisher auf dem Olympia-Eis zählt auch US-Teamkollegin Jamie Greubel Poser, die den Weltcup in PyeongChang gewann und auch im Training weit vorne liegt.

Die beiden letzten Olympia-Siege gingen jedoch nach Kanada: 2010 in Vancouver (CAN) und 2014 in Sochi (RUS) siegten Kaillie Humphries/Heather Moyse. Der diesjährigen Weltcup-Gesamtsiegerin Humphries könnte in PyeongChang das Triple gelingen –  allerdings nicht zum dritten Mal mit Heather Moyse als Anschieberin. Die hat in ihrer Comeback-Saison nach drei Jahren Pause das Olympia-Ticket für das kanadische Team gelöst, sitzt in PyeongChang aber im Bob von Pilotin Alysia Rissling. ©RWH2018





Kanadier Justin Kripps führt Favoriten-Liste im Männer-Zweierbob an

Lokalmatador Yunjong Won als großer Unbekannter

PyeongChang (RWH) Bei der Favoriten-Frage im Männer-Zweierbob dürfte in PyeongChang kein Weg an Justin Kripps vorbei führen. Der kanadische Pilot war im Olympia-Winter im Weltcup nie schlechter als Vierter, stand in acht Rennen fünf Mal auf dem Podium und gewann souverän die Gesamtwertung. Auch Teamkollege Chris Spring, Dritter im Gesamt-Weltcup, zählt zu den Medaillen-Kandidaten, ebenso wie die drei Piloten aus dem deutschen Team – allen voran Weltmeister Francesco Friedrich.

Ambitionen in Sachen Edelmetall haben auch die Athleten aus Lettland: Stand dabei vor vier Jahren noch Oskars Melbardis im Fokus, schlüpft in PyeongChang nun eher der jüngere der beiden lettischen Oskars in die Favoritenrolle: Oskars Kibermanis ist Gesamt-Vierter im Zweierbob-Weltcup und war beim Olympia-Test im März 2017 im Olympic Sliding Center Zweiter.

Lokalmatador Yunjong Won aus Korea ist bei den olympischen Bob-Rennen der große Unbekannte: Der Weltcup-Gesamtsieger von 2015 und Gesamt-Dritte des Vorjahres bestritt im Winter 2017/2018 lediglich drei Weltcups und konzentrierte sich voll auf das Training im Olympic Sliding Center von PyeongChang. ©RWH2018




Weltmeister Johannes Lochner Top-Favorit im Viererbob

PyeongChang (RWH) Die letzten zwölf Monate waren für Bob-Pilot Johannes Lochner aus Deutschland die erfolgreichsten seiner Laufbahn: 2017 hatte der 27-Jährige am Königssee im Viererbob WM-Gold geholt – zeitgleich mit dem Team von Mannschaftskollege Francesco Friedrich. Im Olympia-Winter folgten vier Siege im Weltcup, der EM-Titel und ein souveräner Sieg im Gesamt-Weltcup. Folgerichtig tritt Johannes Lochner bei den Olympischen Winterspielen von PyeongChang im Viererbob als Top-Favorit an.

Die Konkurrenz kommt dabei zunächst aus dem eigenen Lager: Auch Francesco Friedrich und Nico Walther (beide GER), im Gesamt-Weltcup auf Rang zwei und drei, zählen zu den Medaillen-Kandidaten.

Wie im Zweierbob wollen aber auch im großen Schlitten die Teams aus Kanada und Lettland ein Wörtchen mitreden. Aus dem kanadischen Team verpasste Justin Kripps, in diesem Winter zwei Mal Zweiter, im großen Schlitten die Top-Drei im Weltcup nur um einen einzigen Punkt.

Bei den Letten hatte in Sachen Viererbob im Weltcup Oskars Melbardis die Nase vorn und kommt als Gesamt-Fünfter nach PyeongChang. Oskars Kibermanis wurde dafür beim Weltcup-Finale und Olympia-Test im März 2017 Dritter.

Gespannt darf man sein auf das US-Team, das sich auch ohne den im April unerwartet verstorbenen Steven Holcomb mit drei Piloten für die olympischen Zweier- und Viererbob-Rennen qualifizieren konnte. ©RWH2018



YOG-Stars bei den Winterspielen in PyeongChang 

PyeongChang (RWH) Sieben Athleten, sechs Nationen, eine Gemeinsamkeit: Codie Bascue (USA), Andreea Grecu (ROU), Oskars Kibermanis (LAT), Mica McNeill (GBR), Benjamin Maier (AUT), Rudy Rinaldi (MON) und Mihai Tentea (ROU) haben ihre olympische Athleten-Laufbahn bei den Jugend-Winterspielen (Youth Olympic Winter Games, YOG) begonnen.

Medaillen gab es bei der Premiere 2012 in Innsbruck (AUT) für Mica McNeill (Silber Frauen-Zweierbob), Benjamin Maier und Rudy Rinaldi (Silber und Bronze Männer-Zweierbob). Oskars Kibermanis verpasste damals als Vierter das Podium nur knapp, Codie Bascue wurde Siebter.

Junioren-Weltmeisterin Andreea Grecu schob 2012 den Bob von Ana Constantin an, der Schwester ihrer heutigen Pilotin Maria Constantin. Das Duo belegte in Innsbruck Rang sechs.

U23-Europameister Mihai Tentea war 2016 in Lillehammer (NOR) YOG-Starter – damals allein im Monobob, 2018 in PyeongChang an den Lenkseilen im Zweierbob. ©RWH2018




Erfahrene Olympioniken und Olympia-Neulinge in PyeongChang am Start

PyeongChang (RWH) Für viele Bob-Athleten sind die Winterspiele in PyeongChang die Olympia-Premiere, einige Athleten blicken auf langjährige Erfahrung zurück.

Bei den Zweierbob-Pilotinnen halten sich Newbies und alte Hasen die Waage: Für zehn von ihnen sind es die ersten Winterspiele, zehn waren schon früher dabei. Am meisten Olympia-Erfahrung bringt Anschieberin Heather Moyse aus Kanada mit. Für die Olympiasiegerin von 2010 und 2014 wird es in PyeongChang der vierte Start unter den fünf Ringen. Bereits 2006 in Turin (ITA) war Heather Moyse dabei. Damals verpasste sie mit Pilotin Helen Upperton als Vierte nur knapp eine Olympia-Medaille.   

Die erfahrensten Olympioniken bei den Männern sind ebenfalls zwei Anschieber, die in PyeongChang vor ihren fünften Winterspielen stehen: Kevin Kuske aus Deutschland war bereits 2002 in Salt Lake City (USA) Olympiasieger mit Pilot André Lange im Viererbob und gewann bis heute vier Mal Olympia-Gold. In PyeongChang gehört der Athlet mit den meisten Olympia-Medaillen im Starterfeld zum Team von Pilot Nico Walther.

Auch der Kanadier Lascelles Brown war schon 2002 dabei, damals als Anschieber bei Winston Watt für sein Geburtsland Jamaika. 2006 (mit Pierre Lueders), 2010 und 2014 (mit Lyndon Rush) startete Lascelles Brown für Kanada. ©RWH2018



U23-Europameister Mihai Tentea jüngster Bob-Pilot

PyeongChang (RWH) Mihai Tentea aus Rumänien ist mit 19 Jahren der jüngste Bob-Pilot im olympischen Starterfeld in PyeongChang. Der 19-Jährige ist U23-Europameister im Zweier- und im Viererbob und gewann bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2018 in St. Moritz (SUI) Zweierbob-Silber in der U23-Wertung.

Der Rumäne ist in PyeongChang der einzige Bob-Athlet, der auch bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2016 in Lillehammer dabei war. Damals hatte Mihai Tentea im Monobob das Podium als Vierter knapp verpasst.

Selbst zusammen mit dem ebenfalls 19 Jahre alten Anschieber Nicolae Daroczi ist die Zweierbob-Besetzung von Rumänien jünger als manche der erfahrenen Athleten im Feld: Der viermalige Olympiasieger Kevin Kuske ist 39, Lascelles Brown aus Kanada bereits 43 Jahre alt. ©RWH2018



Medaillengewinner vom Olympia-Test in PyeongChang

Vorjahressieger D E



Junioren-Weltmeisterin Andreea Grecu schiebt Bob von Maria Constantin an

PyeongChang (RWH) Junioren-Weltmeisterin Andreea Grecu aus Rumänien ist bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang Anschieberin im Zweierbob von Maria Constantin. Die 24-Jährige war lange Zeit Stamm-Anschieberin von Maria Constantin, bevor sie 2016 selbst an die Lenkseile wechselte. Zwischendurch startete Andreea Grecu aber immer wieder auch auf der Anschieber-Position.

Bei den IBSF Junioren-Weltmeisterschaften 2018 in St. Moritz (SUI) sicherten sich Andreea Grecu/Florentina Iusco als zweites Duo aus Rumänien den Titel: Bei der Premiere 2005 ging der Titel an Maria Spirescu/Viorica Țigău. ©RWH2018

Weltmeister Joshua Bluhm nicht im deutschen Olympia-Team

Olympia-Zweiter Alexander Rödiger startet mit Nico Walther

PyeongChang (RWH) Aus strategischen Gründen hat der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) Anschieber Joshua Bluhm aus dem Olympia-Team genommen.  Das gab der BSD kurz vor Beginn der Winterspiele in PyeongChang in einer Pressemeldung bekannt. Grund dafür seien nicht die sportlichen Leistungen des Viererbob-Weltmeisters, sondern „atmosphärische Störungen“ im Team von Pilot Johannes Lochner.

An Stelle von Joshua Bluhm wird Christian Poser ins Viererbob-Team von Johannes Lochner rücken. Poser startet im Zweierbob noch mit Nico Walther. 

Mit dabei in PyeongChang ist auch Alexander Rödiger, im Viererbob Olympia-Zweiter 2010 mit André Lange und Weltmeister 2013 und 2015 mit Maximilian Arndt. Beim Weltcupfinale am Königssee siegte der 32-Jährige mit dem Team von Nico Walther und soll nun auch bei den Olympischen Winterspielen an gleicher Stelle agieren. ©RWH2018



Mit „Mr. Cool Bolt“ auf den Spuren von „Cool Runnings“

PyeongChang (RWH) 1988 in Calgary (CAN) lieferte der Olympia-Start des Viererbob-Teams aus Jamaika die Geschichte zum legendären Film „Cool Runnings“. 30 Jahre später in PyeongChang (KOR) machen zwei Athletinnen ähnliche Schlagzeilen – als erstes jamaikanisches Olympia-Team im Frauen-Zweierbob. 

Dabei sind Pilotin Jazmine Fenlator-Victorian und Anschieberin Carrie Russell im Gegensatz zu ihren damals eher unerfahrenen männlichen Team-Kollegen bereits lange im Spitzensport unterwegs. Jazmine Fenlator-Victorian, deren Vater aus Jamaika stammt, war zunächst Bob-Pilotin im US-Team. Mit Lolo Jones kam sie 2014 in Sochi auf Rang elf und holte 2015 Rang drei im Gesamt-Weltcup. Carrie Russell war als Sprinterin 2013 im Moskau Weltmeisterin mit der jamaikanischen 4x100-Meter-Staffel.

Der Schlitten der Jamaikanerinnen trägt übrigens einen illustren Namen: „Mr. Cool Bolt“, eine Hommage an den Sprint-Star der Karibik-Insel Usain Bolt. Der achtmalige Olympiasieger aus Jamaika gilt als Fan des heimischen Frauen-Bobteams. ©RWH2018





Die Schweizerinnen und ihr Zwillings-Bob

PyeongChang (RWH) Eveline und Rahel Rebsamen aus der Schweiz teilen sich nicht nur die Sportart, sondern auch das Athleten-Zimmer in PyeongChang  und den Olympia-Startplatz. Die 23 Jahre alten Zwillinge sind Bob-Anschieberinnen bei Pilotin Sabina Hafner. Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied – aktuell ist Rahel als Anschieberin bei den olympischen Rennen gesetzt, Eveline ist als Ersatzfrau dabei.

„Erst war es hart“, sagte Eveline Rebsamen dazu in einem Bericht auf langenthalertagblatt.ch. „Es macht es etwas einfacher, dass es meine Schwester ist, die mich verdrängt hat.“

Zum Zwillings-Bob macht übrigens auch die Pilotin das Gefährt: Sabina Hafner hat ebenfalls eine Zwillingsschwester.

Nach den Winterspielen ist für Sabina Hafner, die für PyeongChang ein erfolgreiches Comeback nach mehrjähriger Pause gefeiert hatte, endgültig Schluss mit dem Bob-Sport. Dafür planen dann die Rebsamen-Zwillinge den Zweierbob-Sport als Familien-Projekt. Eveline will eine Bob-Schule besuchen, auf Pilotin umschulen und sich in Zukunft mit Rahel den Zweierbob schwesterlich teilen. ©RWH2018




Am Rande der Bande



Beat Hefti (SUI)
hat im November beim Weltcup in Whistler (CAN) wohl sein letztes großes Rennen bestritten. Wie die „Neue Züricher Zeitung“ meldete, hat der Bob-Pilot seinen Rückzug als Athlet bekannt gegeben.

Der Schweizer, der Anfang Februar seinen 40. Geburtstag feierte, zählt zu den erfolgreichsten Athleten im Bob-Sport. Als Anschieber startete er zunächst mit Pilot Marcel Rohner, mit dem er 1999 WM-Zweiter und 2000 Weltcup-Gesamtsieger im Viererbob wurde. Mit Martin Annen gewann er mehrmals den Gesamt-Weltcup sowie drei Mal WM-Bronze (2002 im Zweier-, 2006 im Zweier- und Viererbob). Als Anschieber von Ivo Rüegg gewann Beat Hefti 2007 bei der WM in St. Moritz (SUI) den Titel im Zweierbob.

Seitdem startete Hefti selbst als Bob-Pilot und feierte seine größten Erfolge im Zweierbob: vier EM-Titel, den Weltcup-Gesamtsieg 2009 sowie WM-Silber 2013 und Bronze 2016. 2014 in Sochi gewann der Schweizer im olympischen Zweierbob-Wettbewerb die Silbermedaille. ©RWH2018    


Anja Schneiderheinze (GER),
Olympiasiegerin von 2006 als Anschieberin von Sandra Kiriasis, hat beim Weltcup-Finale am Königssee im Januar 2018 ihr IBSF-Jury-Examen abgelegt. Die Weltmeisterin von 2016, die ihre Laufbahn nach dem WM-Titel aufgrund ihrer Schwangerschaft beendet hatte und im Frühjahr 2017 Mutter eines Sohnes wurde, bleibt dem Bob-Sport damit erhalten. Künftig sorgt sie bei IBSF-Rennen mit ihren Jury-Kollegen dafür, dass die IBSF-Rennen regelkonform ablaufen. ©RWH2018    




Die Startreihenfolge bei den olympischen Bob-Rennen

Startreihenfolge FrZweierbob

Startreihenfolge 2 4Bob

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