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Photo: RWH
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Park City (RWH) Erstmals seit mehr als zwei Jahren trifft sich die Elite des Bob- und Skeleton-Sports am Wochenende (15.-16. Januar) zum Weltcup in Park City (USA). Im Dezember 2013 war die 7.500-Einwohner-Stadt zuletzt Weltcup-Austragungsort. Zur fünften Station des BMW IBSF Weltcups Bob & Skeleton 2015/2016 sind die Athletinnen und Athleten des Internationalen Bob- & Skeleton-Verbands IBSF nun wieder zu Gast auf der Olympia-Bahn von 2002.

Gold und Silber findet man in der alten Bergbaustadt Park City schon seit über 150 Jahren. Musste das wertvolle Material zu Zeiten der Stadtgründung um 1860 noch mühsam unter Tage abgebaut werden, kommen die Athleten nun wesentlich schneller an Edelmetall. Etwa 47 bis 50 Sekunden, je nach Disziplin, dauert eine Fahrt durch den 1.570 Meter langen Eiskanal im Utah Olympic Park – den besten Athleten winken damit schon nach gut anderthalb Minuten Gold, Silber oder Bronze.

Gleich zwei Mal die Chance auf Medaillen und Weltcup-Punkte haben beim BMW IBSF Weltcup in Park City die Viererbob-Athleten. An beiden Renn-Tagen der zweiten US-Station stehen die großen Schlitten an der Startlinie. Als Weltcup-Führender kommt Maximilian Arndt aus Deutschland nach Park City. Der Weltmeister von 2013 und 2015 feierte in Lake Placid (USA) seinen ersten Saisonsieg. Die US-Teams mit den Piloten Steven Holcomb, Olympiasieger von 2010 und Weltmeister 2009 und 2012, und Nick Cunningham kamen mit Rang acht und neun erstmals in diesem Winter unter die Top Ten.

Für die Frauen im Zweierbob und auf dem Skeleton hat Park City eine besondere historische Bedeutung. 2002 bei den Winterspielen von Salt Lake City betraten sie auf diesem Eiskanal erstmals die Olympische Bühne. Beide Goldmedaillen gingen damals an die Gastgeber aus den USA: Jill Bakken/Vonetta Flowers im Zweierbob und Skeleton-Pilotin Tristan Gale gingen als erste Olympiasiegerinnen ihrer Disziplinen in die Geschichte ein.

Auch beim BMW IBSF Weltcup 2015/2016 sind die US-Bob-Athletinnen in Park City in der Favoriten-Rolle. Weltmeisterin und Weltcup-Titelverteidigerin Elana Meyers Taylor ließ die Weltcups am Königssee (GER) und in Lake Placid (USA) aus, um die Folgen einer Gehirnerschütterung zu behandeln, und startet am Wochenende beim Bob-Europacup auf der kommenden WM-Bahn in Innsbruck (AUT). Teamkollegin Jamie Greubel Poser, Olympia-Dritte von Sochi, stand bei allen acht Weltcup-Rennen seit St. Moritz Ende Januar 2015 auf dem Podium und kommt als aktuell Zweite der Weltcup-Gesamtwertung zum zweiten US-Heim-Weltcup des Winters. Auf der Rechnung haben muss man immer auch Kaillie Humphries aus Kanada. Die Olympiasiegerin von 2010 und 2014 führt mit zwei Siegen in Altenberg und am Königssee sowie Platz drei in Winterberg und Rang zwei in Lake Placid das Halbzeit-Klassement im BMW IBSF Weltcup an.

Bei den Skeleton-Athletinnen feierte Anne O’Shea in Lake Placid vor heimischer Kulisse ihren ersten Weltcup-Sieg, sieht sich aber trotz erneutem Heim-Vorteil in Park City nicht in der Rolle der Favoritin. „Wäre es schön, nochmal zu gewinnen? Ja! Kann ich diese Erwartung an mich stellen? Nein, denn so etwas kann nach hinten losgehen. Ich gebe einfach wieder mein Bestes“, sagte sie im Interview nach dem Rennen.

Die Skeleton-Herren feierten 2002 in Park City ihr Olympia-Comeback, nachdem sie bereits 1928 und 1948 dabei waren. Beim dritten Auftritt unter den Olympischen Ringen ging die Goldmedaille an Jim Shea vom Gastgeber-Team aus den USA. Beim BMW IBSF Weltcup 2015/2016 haderte Matt Antoine (USA), der Olympia-Dritte von Sochi, nach dem Königssee-Rennen mit seinen Startzeiten, erreichte aber beim Heim-Weltcup in Lake Placid mit Rang fünf sein bestes Saison-Resultat. Ungeschlagen bleibt im aktuellen Weltcup-Winter bislang mit vier Siegen aus vier Rennen Titelverteidiger und Weltmeister Martins Dukurs aus Lettland. ©RWH2015-2016


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Lake Placid (RWH) Aktuelle News, ausführliche Startlisten, Renn-Resultate und viele Informationen rund um den BMW IBSF Weltcup Bob + Skeleton gibt es auch in dieser Eiskanal-Saison über verschiedene Social-Media-Kanäle. Auf Facebook hat der Internationale Bob & Skeleton Verband IBSF eine eigene Seite, auch Mitglieder der IBSF-Gruppe auf Facebook (über 2.100) und die mehr als 2.500 Twitter-Follower (@IBSFsliding) bekommen alle News direkt auf ihr Profil.

Einen Liveticker zu allen Weltcup-Rennen, die Ergebnislisten mit allen Lauf- und Gesamtzeiten sowie den aktuellen Weltcupstand finden Sie nach jedem Rennen auch auf www.ibsf.org. TV-Übertragungen der Rennen zum BMW IBSF Weltcup gibt es in vielen Ländern weltweit. Daneben zeigen www.ibsf.org und der IBSF-Youtube-Channel www.youtube.com/user/bobskeletv alle Rennläufe live, kommentiert von Martin Haven und John Morgan. Der Livestream ist in fast allen Ländern weltweit verfügbar. ©RWH2015-2016

Der Zeitplan von Park City

Datum/Uhrzeit Park City

Datum/Uhrzeit MEZ

Rennen

Freitag,

15. Januar

11.00 Uhr

12.30 Uhr

Freitag,

15. Januar

19.00 Uhr

20.30 Uhr

Zweierbob Frauen, 1. Lauf

Zweierbob Frauen, 2. Lauf

Freitag,

15. Januar

18.00 Uhr

19.30 Uhr

Samstag,

16. Januar

02.00 Uhr

03.30 Uhr

Viererbob – Rennen 1, 1. Lauf

Viererbob – Rennen 1, 2. Lauf

Samstag,

16. Januar

11.00 Uhr

12.00 Uhr

Samstag,

16. Januar

19.00 Uhr

20.00 Uhr

Skeleton Frauen, 1. Lauf

Skeleton Männer, 1. Lauf

Samstag,

16. Januar

13.15 Uhr

14.15 Uhr

Samstag,

16. Januar

21.15 Uhr

22.15 Uhr

Skeleton Frauen, 2. Lauf

Skeleton Männer, 2. Lauf

Samstag,

16. Januar

17.00 Uhr

18.30 Uhr

Sonntag,

17. Januar

01.00 Uhr

02.30 Uhr

Viererbob – Rennen 2, 1. Lauf

Viererbob – Rennen 2, 2. Lauf


Die letzten Weltcup-Sieger von Park City im Dezember 2013


  1.

  2.

  3.

 
Skeleton

Frauen

PIKUS-PACE, Noelle

USA

YARNOLD, Lizzy

GBR

REID, Sarah

CAN

Skeleton

Männer

TRETYAKOV, Alexander

RUS

DUKURS, Martins

LAT

ANTOINE, Matthew

USA

Zweierbob

Frauen

MEYERS, Elana
EVANS, Aja


USA

HUMPHRIES, Kaillie
MOYSE, Heather


CAN

GREUBEL, Jamie
EBERLING, Katie


USA

  MEYERS, Elana
EVANS, Aja


USA

GREUBEL, Jamie
JONES, Lolo


FENLATOR, Jazmine
WILLIAMS, Lauryn
USA


USA

-

-

Zweierbob

Männer

HOLCOMB, Steven
FOGT, Christopher


USA

CUNNINGHAM, Nick
ROBINSON, Dallas


USA

FRIEDRICH, Francesco
BÄCKER, Jannis


GER

Viererbob

HOLCOMB, Steven
TOMASEVICZ, Curtis
LANGTON, Steven
FOGT, Christopher


USA

ARNDT, Maximilian
HÜBENBECKER, Marko
RÖDIGER, Alexander
PUTZE, Martin


GER

KASJANOV, Alexander
EGOROV, Philipp
BELUGIN, Maxim
PUSHKAREV, Alexei


RUS



Am Rande der Bande


Kaillie Humphries (CAN) schrieb beim BMW IBSF Weltcup in Lake Placid (USA) ein weiteres Kapitel Bob-Geschichte. Zusammen mit Cynthia Appiah, Genevieve Thibault und Melissa Lotholz trat die Zweierbob-Olympiasiegerin von 2010 und 2014 und Weltmeisterin von 2012 und 2013 erstmals in der Weltcup-Geschichte mit einem reinen Frauen-Team im Viererbob gegen die Männer an. Das Resultat – Platz 17 von 17 Schlitten – war dabei für die 30-Jährige völlig unerheblich. „Ich wollte von Beginn an erstmal zeigen, dass Frauen Viererbob fahren können“, sagte Kaillie Humphries, die die Weltcup-Gesamtwertung im Frauen-Zweierbob anführt, in einem Bericht auf cbc.ca. „Wir gehen es Schritt für Schritt an, jetzt eben mit einer reinen Frauen-Crew. Langfristig wünsche ich mir einen eigenen Frauen-Viererbob-Wettbewerb.“ ©RWH2015-2016

Anastasia Shlapak (RUS) tritt in zwei IBSF-Disziplinen an. Beim BMW IBSF Weltcup in Lake Placid feierte sie ihr Weltcup-Debüt als Skeleton-Pilotin und wurde 18. Zuvor war sie in dieser Eiskanal-Saison beim IBSF-Europacup in Sigulda (LAT) sowohl als Pilotin im Frauen-Zweierbob als auch auf dem Skeleton angetreten. Im Zweierbob gab es für die 20 Jahre alte Athletin zwei fünfte Plätze, auf dem Skeleton wurde Anastasia Shlapak Achte und Zweite.   ©RWH2015-2016

Oskars Melbardis (LAT) verzichtete auf einen Start bei der vierten Station zum BMW IBSF Weltcup in Lake Placid. Wie der lettische Verband auf bobslejs.lv mitteilte, litt der WM- und EM-Zweite von 2015 im Zweierbob und Olympia-Zweite im Viererbob nach einem alten Bandscheiben-Vorfall unter starken Rücken-Problemen. „Natürlich ist der Kampf um die Verteidigung der Weltcup-Gesamtsiege jetzt vorbei“, sagte Chefcoach Sandis Prusis. „Aber man muss an die Zukunft denken, auch im Hinblick auf die Weltmeisterschaften.“ Für Park City ist ein Start der lettischen Teams nach Möglichkeit wieder angestrebt. „Wir wollen auf jeden Fall mit allen drei Teams unter den besten 25 der IBSF-Wertung bleiben“, sagte Sandis Prusis, Viererbob-Europameister von 2003 und viermaliger Olympia-Teilnehmer. „Nur dann haben wir auch in der nächsten Saison wieder drei Weltcup-Startplätze.“ ©RWH2015-2016



Saisonsieger und Weltcup-Führende BMW IBSF Weltcup Bob + Skeleton 2015/2016
Saisonsieger vor Park City web

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