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Photo: IBSF/Viesturs Lacis

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Königssee (RWH) Zu Weltcup-Finale und Olympia-Generalprobe kommen die Athletinnen und Athleten des Internationalen Bob & Skeleton Verbands IBSF am Wochenende (19.-21. Januar) an den Königssee (GER).

Titelverteidigerin Jacqueline Lölling vor erneutem Weltcup-Gesamtsieg

Beim Frauen-Skeleton steht Weltmeisterin Jacqueline Lölling (GER) kurz vor der erfolgreichen Verteidigung ihres Weltcup-Gesamtsiegs aus dem Vorjahr. 85 Zähler trennen sie von der Zweitplatzierten Elisabeth Vathje aus Kanada. Bei 225 Punkten für einen Sieg und 144 für Rang 10 würde der Titelverteidigerin ein Top-Ten-Resultat für den sicheren Gesamtsieg reichen. Die Chancen dafür stehen gut: Bei ihren bisherigen zwei Weltcup-Starts am Königssee gab es einen Sieg und einen zweiten Platz, bei den BMW IBSF Weltmeisterschaften 2017 feierte Jacqueline Lölling ihren ersten WM-Titel.

Sungbin Yun verzichtet auf Weltcup-Finale

Noch klarer ist eigentlich die Ausgangslage beim Männer-Skeleton: Hier hätte Sungbin Yun aus Korea gute Chancen, Martins Dukurs aus Lettland nach acht Jahren in Folge als Weltcup-Gesamtsieger abzulösen. Yun würde bereits Platz 16 beim Finale am Königssee reichen, um sich drei Wochen vor den Winterspielen in seinem Heimatland erstmals den Gesamtsieg im BMW IBSF Weltcup zu sichern. Der Koreaner verzichtet aber zugunsten der Olympia-Vorbereitung auf den letzten Weltcup der Saison, so dass Martins Dukurs bereits Platz 13 am Königssee zur erfolgreichen Titelverteidigung reichen würde.

Duell Kanada gegen USA um Gesamtsieg im Frauen-Zweierbob

Das Duell Kanada gegen USA um den Gesamtsieg im Frauen-Zweierbob wird erst beim Finale am Königssee entschieden. 30 Punkte Vorsprung hat die Führende Kaillie Humphries (CAN) auf Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA. Das bedeutet: Gewinnt die US-Pilotin am Königssee, braucht Kaillie Humphries mindestens Rang drei, um zum vierten Mal nach 2013, 2014 und 2016 die Gesamtwertung im BMW IBSF Weltcup zu gewinnen.

Kanadier Justin Kripps Titelfavorit im Männer-Zweierbob

Justin Kripps aus Kanada kommt als Favorit auf den Gesamtsieg zum Weltcup-Finale an den Königssee. 152 Zähler Vorsprung hat der WM-Zweite von 2017 auf Weltmeister und Weltcup-Titelverteidiger Francesco Friedrich (GER). Bei einem Sieg von Friedrich würde Kripps somit bereits Rang 19 genügen, um erstmals den Kristallkugel-Pokal für den Weltcup-Gesamtsieg in Empfang nehmen zu können. Dabei liegt die weltweit älteste Kunsteisbahn am Königssee dem Kanadier gut: 2014 fuhr er hier zu seinem ersten Weltcup-Sieg, wurde 2015 Dritter und holte im letzten Jahr WM-Silber.

Johannes Lochner kommt als Viererbob-Favorit zum Heim-Weltcup

Weltmeister Johannes Lochner (GER) steht nach dem Viererbob-Sieg in St. Moritz (SUI) vor seinem ersten Gesamtsieg im BMW IBSF Weltcup. In der Gesamtwertung zum BMW IBSF Weltcup 2017/2018 baute Lochner (1.460 Punkte) seinen Vorsprung vor Francesco Friedrich (GER, 1.292) weiter aus. Vor heimischer Kulisse am Königssee genügt dem 26-Jährigen bereits Rang 21 für den sicheren Titelgewinn. ©RWH2018


IBSF plant Viererbob-Team aus Nord- und Südkorea als Vorläufer in PyeongChang

PyeongChang (RWH) Ein gemischtes Viererbob-Team mit Athleten aus Nordkorea und Südkorea könnte als Vorläufer-Schlitten die Bahnbedingungen vor den olympischen Viererbob-Rennen am 24. und 25. Februar testen. Ivo Ferriani (ITA), Präsident des Internationalen Bob & Skeleton Verbands IBSF, und Vizepräsident Sport Darrin Steele (USA) planen derzeit den Einsatz dieses ganz besonderen Teams bei den Olympischen Winterspielen in PyeongChang (KOR) im nächsten Monat.

„Bob-Sport ist ein Team-Sport wie kein anderer“, sagte Ivo Ferriani. „Die Athleten müssen auf engstem Raum perfekt zusammenarbeiten und sich vertrauen. Ein gemeinsames Bob-Team würde die Athleten beider Länder besonders nah zusammen bringen.“

Ivo Ferriani und Darrin Steele, beide ehemalige Bob-Athleten und Coaches, würden das Team selbst trainieren und vorbereiten. Geplant ist der Einsatz eines erfahrenen Piloten und Anschiebers aus Südkorea mit zwei weiteren Anschiebern aus Nordkorea.

Das Internationale Olympische Komitee IOC prüft derzeit den Vorschlag. ©RWH2018


Die Vorjahres-Sieger vom BMW IBSF Weltcup am Königssee
Vorjahressieger Kö
 

Der Weltcup-Zeitplan vom Königssee
Schedule Kö D


Jugend-Olympiasiegerin Laura Nolte erste U23-Europameisterin im Frauen-Zweierbob

Winterberg (RWH) Vier Athleten aus drei Nationen, darunter Jugend-Olympiasiegerin Laura Nolte (GER), sind die ersten Junioren-Europameister in der Geschichte des Internationalen Bob & Skeleton Verbands IBSF. Die Titel wurden nach dem Finale im IBSF Europacup 2017/2018 an die jeweils punktbesten U23- und U26-Junioren in der Gesamtwertung vergeben.

Laura Nolte, die bei den Olympischen Jugend-Winterspielen (Youth Olympic Winter Games, YOG) 2016 in Lillehammer Jugend-Olympiasiegerin im Monobob wurde, gewann den U23-EM-Titel im Frauen Zweierbob. EM-Gold in der U26-Wertung ging an die Österreicherin Katrin Beierl.

Im Männer-Zweierbob und im Viererbob ist mit Mihai Tentea ebenfalls ein YOG-Starter U23-Europameister. 2016 in Lillehammer hatte der Rumäne im Monobob das Podium als Vierter knapp verpasst. U26-Europameister wurden mit dem Europacup-Finale in Winterberg (GER) Christoph Hafer (Zweierbob) und Bennet Buchmüller (Viererbob) aus Deutschland. ©RWH2018



Bob-Pilot Bruce Tasker erleidet leichten Schlaganfall

Bath (RWH) Der britische Bob-Pilot Bruce Tasker hat einen leichten Schlaganfall erlitten. Wie der Verband British Bobsleigh & Skeleton (BBSA) in einer Pressemeldung berichtet, hatte der 30-Jährige den BMW IBSF Weltcup in Altenberg (GER) wie geplant ausgelassen, um in Großbritannien eine Hüft-Verletzung behandeln zu lassen. Dort wurde er dann mit Schwindel und Übelkeit ins Krankenhaus eingeliefert, wo ein leichter Schlaganfall diagnostiziert wurde.

Obwohl Bruce Tasker das Krankenhaus bereits wieder verlassen konnte und seine baldige Rückkehr in den Sport plant, wird er laut BBSA-Meldung an den Olympischen Winterspielen in PyeongChang im kommenden Monat definitiv nicht teilnehmen.

„Es ist schlimm für mich, die Winterspiele zu verpassen, andererseits bin ich wirklich dankbar, dass ich immer noch fit und gesund bin“, sagte Tasker, der als Anschieber mit Pilot John James Jackson bei der IBSF WM 2013 in St. Moritz (SUI) und den Olympischen Winterspielen 2014 in Sochi jeweils Rang fünf belegt hatte.

Nach seinem Wechsel an die Lenkseile feierte Bruce Tasker im Dezember 2015 in La Plagne (FRA) seine Weltcup-Premiere als Zweierbob-Pilot, war aber parallel noch lange als Anschieber im Viererbob von Lamin Deen aktiv. In der Olympia-Saison 2017/2018 lag er zuletzt im Zweierbob-Ranking auf Platz 29. ©RWH2018

Am Rande der Bande


Hannah Neise (GER) ist nach Verletzungspause zurück im Eiskanal. Die 17-Jährige, die bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2016 in Lillehammer (NOR) die Silbermedaille geholt hatte, verpasste die erste Hälfte des Winters 2017/2018 verletzungsbedingt. Im Januar bestritt Hannah Neise nach fast einjähriger Pause wieder die ersten IBSF-Rennen im Interkontinental-Cup in St. Moritz (SUI) und Altenberg (GER) und kam dabei mit Rang drei in Altenberg erstmals aufs Podest. Am Wochenende steht für die Zehnte der Junioren-WM 2017 das Finale zum IBSF-Interkontinental-Cup in Innsbruck (AUT) auf dem Programm. ©RWH2018

Clemens Bracher (SUI) fährt im Olympia-Winter seine mit Abstand beste Saison. Zu Saisonbeginn feierte der Schweizer, der am Final-Tag der Olympischen Winterspiele am 25. Januar seinen 30. Geburtstag feiert, im Zweierbob zwei Siege im IBSF-Europacup. Nach dem Wechsel in den BMW IBSF Weltcup gewann Clemens Bracher in Winterberg (GER) sensationell gleich sein erstes Zweierbob-Rennen. Eine Woche später in Innsbruck (AUT) gab es mit Anschieber Michael Kuonen Weltcup-Rang drei und Silber in der EM-Wertung. Der Jahreswechsel bescherte Clemens Bracher und seinem Team die Schweizer Meistertitel sowohl im kleinen Schlitten als auch im Viererbob. Nach einem erneuten Ausflug in den Europacup mit einem Sieg im Viererbob verpasste er sein noch fehlendes Resultat für die nationalen Qualifikations-Vorgaben (Rang 16) auf Platz 18 in St. Moritz (SUI) jedoch um gut zwei Zehntelsekunden. ©RWH2018

Simidele Adeagbo (NGR) ist die erste Athletin aus Afrika, die einen Podestplatz in einem IBSF-Rennen erreicht hat. Die 36-Jährige gebürtige Kanadierin, deren Eltern aus Nigeria stammen, wurde beim IBSF-Nordamerika-Cup in Lake Placid (USA) in den beiden letzten Saison-Rennen Dritte und belegt in der Gesamtwertung der Rennserie Rang zwölf. Gleichzeitig sicherte sich Simidele Adeagbo damit als kontinentale Vertreterin ihrer Disziplin einen Startplatz für Nigeria bei den Winterspielen in PyeongChang (KOR). Gleiches gelang ihren Teamkolleginnen um Bob-Pilotin Seun Adigun (NGR) sowie Skeleton-Athlet Akwasi Frimpong, der erstmals für Ghana startet. Bereits bei den olympischen Winterspielen 2006 in Turin (ITA) war mit dem Südafrikaner Tyler Botha ein IBSF-Athlet aus Afrika dabei. Der heute 37-Jährige, gebürtig aus Kapstadt, war von 2003 bis 2006 im Skeleton-Sport aktiv, erreichte Podestplätze im damaligen Challenge-Cup und erreichte bei den Winterspielen in Turin Platz 15. ©RWH2018

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