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Photo: RWH

Berchtesgaden (RWH) Nach genau 26 Jahren, vier Monaten und noch einmal 26 Tagen hat Josef Fendt seinen Posten als Präsident des Internationalen Rennrodelverbandes (FIL) geräumt. So imponierend die nackten Zahlen auch sein mögen, viel imponierender sind die Fakten, die der heute 73 Jahre alte Berchtesgadener dank seiner ruhigen, erdverbundenen und menschlichen Art während seiner Amtszeit geschaffen hat.

Dass Rennrodeln immer noch zum Programm von Olympischen Winterspielen gehört, seit 2014 sogar noch eine Disziplin (Team-Staffel) neu hinzugekommen ist, zählt zu seinem nachhaltigsten Verdienst. Zudem modernisierte Fendt die Verbandsstrukturen, sichtbar gemacht durch den Erwerb eines neuen FIL Büros im Herzen von Berchtesgaden inklusive angeschlossenem Museum.

Fendts Amts-Abschied fiel still aus, weil der FIL-Kongress wegen der Pandemie nur virtuell am 20. November durchgeführt werden konnte. So konnte die Schar der Gratulanten, die ansonsten gerne nach Berchtesgaden gekommen wäre, ihren Dank nur virtuell ausdrücken.

Fendts Nachfolger stand mit FIL Generalsekretär Einars Fogelis aus Lettland als einzigem Kandidaten schon fest. Er ist der dritte Präsident in der FIL-Geschichte. Der Österreicher Bert Isartisch hatte die FIL 1957 als eigenständigen Verband gegründet und bis zu seinem Tod am 8. Februar 1994 als Präsident geführt. Darauf folgte Sepp Fendt, zwei Mal Weltmeister (1970 und 1974) sowie Silbermedaillengewinner der Olympischen Winterspiele 1976 als Aktiver und damals Vizepräsident Sport der FIL. Er übernahm zunächst kommissarisch die Leitung des Weltverbandes. Am 25. Juni 1994 wurde er dann beim FIL-Kongress in Rom offiziell gewählt. 26 Jahre, vier Monate und noch einmal 26 Tage später endete nun die Ära.

„Sepp Fendt war für uns immer ein loyaler, erfahrener und kompetenter Partner und dies nicht nur in Bezug auf unsere Schlittensportarten sondern auch auf internationaler Ebene. Als FIL Präsident war er einer von sieben Mitgliedern in der Vereinigung der Olympischen Wintersportverbände, AIOWF, in welcher er in den letzten Jahren zudem als Auditor fungierte. Seine ruhige Art, mit der er dennoch nachdrücklich und vor allem erfolgreich den Schlittensport und auch den Wintersport vertreten hat, wird uns fehlen. Aber er wäre nicht Sepp Fendt, wenn er in seiner besonnen Art nicht bereits seinen Nachfolger in den letzten Jahren aufgebaut hätte. Wir danken Sepp für seine stete Unterstützung und seine langjährige Freundschaft, die wir auch über seine Präsidentschaft hinaus pflegen werden“, sagte Ivo Ferriani, Präsident des Internationalen Bob & Skeleton-Verbandes (IBSF), AIOWF-Präsident sowie Exekutiv-Komitee Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

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