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Der Kongress des Internationalen Bob & Skeleton Verbands IBSF fand in virtueller Form am 16.und 17. September 2021 statt, wobei die Mitglieder des Exekutivkomitees die Teilnehmer mit ihren Berichten informierten und den Delegierten für Fragen zur Verfügung standen.

Die Kongressteilnehmer aus 45 Ländern wurden am Vorkongresstag vom Vizepräsidenten für Rechtsfragen darüber informiert, dass die IBSF Anti-Diskriminierungs-Task-Force im vergangenen Jahr mit drei Fällen beschäftigt war, wobei zwei Fälle bereits abgeschlossen werden konnten. Der IBSF-Ethikausschuss hingegen hatte keine Anträge zu verzeichnen. Wie vom Kongress 2020 beschlossen, wurde eine Good Governance Working Group eingesetzt, welche sich mit den Details der AIOWF- Good-Governance-Umfrage beschäftigen sollte. Die Arbeitsgruppe sprach daraufhin Empfehlungen an das IBSF-Exekutivkomitee aus und startete eine Umfrage unter den IBSF-Mitgliedsverbänden, deren Ergebnis ebenfalls dem Kongress 2021 präsentiert wurde.

Den Ausführungen des Vizepräsidenten Martins Dambergs folgte der Bericht von David Tomatis, Vizepräsident für Marketing und Veranstaltungen. In seinem Bericht erwähnte er den Abschluss der Kooperationsvereinbarung mit IMG ab dem Jahr 2022 und dankte in diesem Zusammenhang der Infront Sports & Media AG für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Zudem wurden den Kongressteilnehmern die Mediendaten des Jahres 2020/21 vorgestellt.

Darrin Steele, Vizepräsident für Sport, setzte die Präsentationen mit seinem Bericht fort und sprach von der durch COVID-19 geprägten Saison 2020/21, welche nur mittels gemeinsamer Anstrengungen der Bahnbetreiber weltweit, der Nationalverbände und der Angestellten der IBSF in dieser Form bewerkstelligt werden konnte. Die IBSF konnte 90% aller Rennen in der Saison 2020/21 durchführen. Er bedankte sich bei den Mitgliedern der Sport- und Materialausschüsse, welche ihr Wissen in den verschiedenen Meetings eingebracht haben. Abschließend wies er nochmals auf die Regeländerung ab der Saison 2022/23 hin, welche Athletinnen die Möglichkeit bietet, ihren Quotenplatz zu behalten, sollten sie aufgrund einer Babypause für eine Saison dem Sport fernbleiben.

Dem Sportbericht folgte der ausführliche Bericht des Vizepräsidenten für Verbands- und Finanzfragen, Andreas Trautvetter. Er wies auf das bereits im dritten Jahr in Folge durchgeführte „Full Audit“ durch KPMG hin, wobei die Ergebnisse vom IBSF-Wirtschaftsprüfungsausschuss im Detail mit KPMG besprochen und abschließend dem Exekutivkomitee präsentiert wurden. Er dankte dem ausscheidenden IBSF-Wirtschaftsprüfer Anders Huuse für seine ehrliche und stets konstruktive Arbeit im IBSF-Wirtschaftsprüfungsausschuss während der letzten Jahrzehnte.

Heike Groesswang informierte die Kongressteilnehmer über die Arbeit des IBSF Büros in der vergangenen Saison und bedankte sich bei dem großartigen Team an Mitarbeitern, die in der vergangenen, von COVID-19 geprägten Saison mit ihrem persönlichen Engagement für den Sport Tag und Nacht zur Verfügung standen. Zudem galt ihr Dank allen Bahnbetreibern für deren konstruktive Zusammenarbeit, den nationalen Gesundheitsbehörden für ihre Unterstützung und den Athleten und Offiziellen für deren Verständnis und professionelle Haltung. In Ihrer Präsentation wies sie zudem auf wichtige Aspekte der Olympischen Bewegung hin, wie z.B. die Olympic Scholarship, die sie mit aktuellen Zahlen zum 30.Dezember 2020 belegte, und ging auf Integrität und Geschlechtergleichstellung ein, welche im IBSF-Exekutivkomitee bei 20% liegt und in dem Bereich Jury und Offizielle der IBSF gezielt und kontinuierlich gestärkt wird. Das Entwicklungsprogramm setzte zudem einen speziellen Fokus auf die Förderung von Frauen. Die Unterstützung der Athleten erfolgt u.a. mit regelmäßigen virtuellen Meetings zwischen der IBSF und dem Athletenbeirat. Zudem wies sie auf die vom IOC betriebene Website „Athlete 365“ hin.

In Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Beijing bat Heike Größwang nochmals die Nationalverbände, sich mit den Werberichtlinien des IOCs vertraut zu machen und sich bei Fragen an das jeweilige Nationale Olympische Komitee zu wenden.

Arram Kim, Repräsentant des „PyeongChang 2018 Legacy Program“ stellte das speziell für Bob und Skeleton erstellte Programm zum Training auf der Olympiabahn in PyeongChang dar. Dies erlaubt es u.a. den Athleten vor Anreise zu den Olympischen Winterspielen 2022 in Beijing zu Sonderkonditionen in Korea zu trainieren.

Am Kongresstag sprach der IOC-Sportdirektor Kit McConnell zu den IBSF-Mitgliedern. Seiner Rede folgte die Ansprache des IBSF-Präsidenten Ivo Ferriani, welcher insbesondere auf die schwierige Saison 2020/21 einging. Die Pandemie stellte die IBSF vor große Herausforderungen, denen wir uns gemeinsam gestellt haben. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr außergewöhnliches Engagement und Verständnis, immer im Sinne des Sports. Die bevorstehende Saison weist als Höhepunkt die Olympischen Spiele 2022 in Beijing auf. Bereits im Vorfeld werden die Athleten während des internationalen Trainings im Oktober die Olympiabahn zum ersten Mal selbst befahren. Die Vorbereitungen des Organisationskomitees laufen auf Hochtouren, und Ivo Ferriani gratulierte für die bisherigen Anstrengungen und ausgezeichnete Arbeit der chinesischen Gastgeber.

Die Kongressdelegierten stimmten dem Jahresabschluss 2020/2021 zu und genehmigten das Budget für 2021/22. Zudem wurden Gertjan Kempers (NED), Luis Vazquez (PUR) und Chris Stokes (JAM) als Wirtschaftsprüfer für die Jahre 2021 bis 2023 gewählt.

Dem Antrag des Britischen Bob und Skeleton Verbandes (BBSA), eine Arbeitsgruppe für Diversität und Gleichstellung zu etablieren, wurde stattgegeben.

Die Bob-und-Skeleton-Weltmeisterschaften 2024 und 2025 wurden an Winterberg/Deutschland bzw. an Lake Placid/USA vergeben, nachdem der Bewerber Whistler/Kanada seine Kandidaturen für 2024 und 2025 am Vortag kurzfristig zurückgezogen hatte.

Die Junioren-Weltmeisterschaften werden 2023 ebenfalls in Winterberg/Deutschland ausgetragen, und die Sommer-Anschub-Weltmeisterschaften 2022 wurden nach Lake Placid/USA vergeben.

Der Jahreskongress 2022 wird in Lausanne, Schweiz, stattfinden, während sich die Mitglieder im Jahr 2023 in Jamaika treffen werden.

Der Kongress kam zudem dem Antrag des IBSF Exekutivkomitees nach, Anders Huuse aus Norwegen als Ehrenmitglied aufzunehmen.

Abgeschlossen wurde der IBSF-Kongress 2021 mit einer ausführlichen Präsentation des Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele 2022 in Beijing, vertreten durch den Bob- und Skeleton-Sportmanager Xudong Zhang.

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