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Olympic Museum hosts special exhibition of bobsleigh and skeleton items, Photos: IBSF / Viesturs Lacis + IOC

Lausanne (RWH) Anlässlich des Jahreskongresses 2022 des Internationalen Bob- und Skeletonverbandes IBSF in Lausanne (SUI) konnten die Delegierten und Funktionäre eine Sonderausstellung mit Bob- und Skeleton-Objekten aus der Sportgeschichte besuchen, die aus den Beständen des Olympischen Museums ausgewählt wurden.

Zu den ausgestellten Gegenständen gehörten

  • Bobanzug, ähnlich demjenigen, den Silvio GIOBELLINA (SUI) bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajevo trug.
  • Sarajevo 1984, Swiss-1-Bob von Silvio GIOBELLINA (SUI), Olympia-Bronzemedaillengewinner im Vererbob.
  • Helm, der dem von Silvio GIOBELLINA (SUI), Olympia-Bronzemedaillengewinner in Sarajevo 1984, ähnelt.

Der Name Silvio Giobellina klingt nicht nur gut, der Schweizer genießt auch einen ausgezeichneten Ruf im Bobsport. Bei den Olympischen Winterspielen sorgte der Mann aus Lysin in der Westschweiz bei den Siegerehrungen in Sarajevo für Aufsehen. Seine Bronzemedaille war die einzige, die nicht von Piloten aus der DDR oder der UdSSR gewonnen wurde. Viererbob-Spezialist Giobellina gewann 1982 in St. Moritz WM-Gold und sicherte sich 1984 und 1985 auch die Europameistertitel. 1988 beendete Giobellina seine Karriere.

  • Lake Placid 1980, Bobausrüstung von Joseph (Sepp) BENZ (SUI), Olympiasieger im Zweierbob und Silbermedaillengewinner im Viererbob.

Zwölf Mal nahm Sepp Benz an Olympia- oder Weltmeisterschaftsrennen teil, zwölf Mal stand er danach auf dem Podium. 1980 wurde er sogar Olympiasieger im Zweierbob mit Erich Schärer an den Lenkseilen. Auch alle anderen Medaillengewinne feierte Benz mit Schärer als Pilot. Nicht umsonst wurde der Postbeamte in der Schweiz als "Bremser der Nation" bezeichnet. Der 2021 verstorbene Benz war aber nicht nur als Sportler erfolgreich, sondern auch als Trainer und später als Funktionär. In seinem Heimatland machte er sich um den Rennrodelsport verdient, erreichte sogar die Präsidentschaft des Weltverbandes und gilt als "Vater" der Sprintwettbewerbe im Rennrodeln.

  • Calgary 1988, Bobausrüstung von Albert de GRIMALDI (MON).

Mitte der 1980er Jahre gründete Albert von Monaco, der sportbegeisterte Sohn von Fürst Rainier, im noblen Dracula Club in St. Moritz die "Fédération Monégasque de Bobsleigh, Luge et Skeleton". Klaus Kotter, Steuerberater aus Eggenfelden und damaliger Präsident des Weltverbandes, unterstützte ihn dabei. Als Pilot von Monaco und Präsident in Personalunion nahm Albert unter seinem bürgerlichen Namen Grimaldi an fünf Olympischen Spielen teil. Der 25. Platz im Zweierbob in Calgary 1988 war sein bestes Ergebnis als Olympiateilnehmer. Bei den Winterspielen 2022 in Peking (China) wurde Rudy Rinaldi Sechster im Zweierbob und verpasste damit knapp die erste olympische Medaille für Monaco.

  • PyeongChang 2018, Skeleton-Rennanzug von Akwasi FRIMPONG (GHA).

Akwasi Frimpong (GHA) vertrat Afrika bei den Olympischen Spielen in PyeongChang in den Skeleton-Wettbewerben als erst zweiter Winterolympionike aus Ghana. Er belegte Platz 30. Frimpong begann seine Skeleton-Karriere 2012 als Bobanschieber für die Niederlande, bevor er den Bob- und Skeletonverband Ghana (BSF-Ghana) gründete und 2016 zum Skeleton wechselte. Im Dezember 2021 feierte Akwasi Frimpong sein bisher bestes IBSF-Ergebnis, als er beim Nordamerika-Cup in Lake Placid (USA) den fünften Rang belegte.

  • Peking 2022, Bob-Rennanzug von Elana MEYERS-TAYLOR/Sylvia HOFFMAN (USA), Bronzemedaillengewinnerinnen im Zweierbob.

Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking (CHN) gewann US-Bobpilotin Elana Meyers Taylor mit Anschieberin Sylvia Hoffman die Bronzemedaille im Frauen-Zweierbob. Nach Silber im erstmals ausgetragenen Frauen-Monobob war sie damit die erste Bobpilotin, die bei einer Ausgabe der Spiele zwei Medaillen gewann und holte bei jedem Olympia-Start eine Medaille. Meyers Taylor ist zudem die Athletin mit den meisten Bob-Medaillen bei Olympischen Winterspielen: Vor Peking gewann sie 2010 in Whistler (CAN) Bronze als Anschieberin für Erin Pac sowie Silber 2014 (Sotschi, RUS) und 2018 (PyeongChang, KOR). Die 37-Jährige holte außerdem zwei WM-Titel und zwei Weltcup--Gesamtsiege.

  • Vancouver 2010, Anzug von Amy WILLIAMS (GBR), Olympiasiegerin im Skeleton.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver (CAN) holte Amy Williams als erste britische Athletin Gold im Skeleton. Vor ihrem Olympiasieg war die heute 39-Jährige WM-Zweite 2009 und gewann drei Medaillen (zweimal Silber und einmal Bronze) im Skeleton-Weltcup. Nachdem sie ihre Karriere 2012 verletzungsbedingt beendete, ergänzte ihre Nachfolgerin Lizzy Yarnold die britische Skeleton-Geschichte um zwei weitere olympische Goldmedaillen - angefeuert von Amy Williams, die sowohl bei den Spielen 2014 als auch 2018 Botschafterin ihres Nationalteams war.

  • Calgary 1988, Helm von Dudley STOKES (JAM), Zweierbob und Viererbob.

Das jamaikanische Bobteam bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary mit Anschieber Dudley Stokes ging in die Sportgeschichte ein – durch die einzigartigen Geschichte auf dem Weg von der Karibikinsel zum größten Wintersportereignis. Das Viererbob-Team aus Jamaika stürzte im vierten olympischen Lauf und schob seinen Schlitten zu Fuß über die Ziellinie - ein Sportsgeist, der die Liebe und Begeisterung der Fans noch steigerte. Die wahre Geschichte inspirierte 1993 den Film "Cool Runnings".

  • Nagano 1998, die Bobausrüstung von Pierre LUEDERS (CAN)

Der kanadische Bobpilot Pierre Lueders ist Olympiasieger 1998 und zweimaliger Weltmeister (2004 und 2005) im Zweierbob. Im Jahr 2006 gewann er außerdem Olympia-Silber sowie sechs weitere Medaillen bei Weltmeisterschaften. Nach seiner Karriere als Sportler arbeitete Pierre Lueders als Bobtrainer für die olympischen Gastgeberländer in Sotschi (RUS, 2014), PyeongChang (KOR, 2018) und Peking (CHN, 2022).

  • Salt Lake City 2002, Skeletonanzug von Wilfried SCHNEIDER (GER), signiert

Der deutsche Skeleton-Pilot Willi Schneider, Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger von 1998, beendete die Olympischen Winterspiele 2002 auf dem neunten Platz. Nach seiner aktiven Karriere wurde Willi Schneider Trainer der kanadischen Nationalmannschaft und gewann bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin mit Gold für Duff Gibson, Silber für Jeff Pain sowie Bronze für Mellisa Hollingsworth drei Medaillen. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gewann sein Athlet Jon Montgomery erneut Gold. Nach Vancouver arbeitete Willi Schneider als Techniktrainer für das US-Skeletonteam und feierte den Weltmeistertitel für Katie Uhlander. In der Saison 2012/13, vor den Winterspielen in Sochi, wechselte Schneider als Cheftrainer nach Russland. Bei den Winterspielen 2022 in Peking arbeitete er mit dem chinesischen Gastgeberteam.

  • Turin 2006, Bobanzug von Valerie FLEMING (USA), Silbermedaillengewinnerin im Zweierbob

Valerie Fleming begann 2003 mit dem Bobsport und gewann nur drei Jahre später bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin (ITA) zusammen mit Pilotin Shauna Rohbock die Silbermedaille. Gemeinsam gewann das Zweierbob-Team von 2006 bis 2009 mehrere Weltcup-Medaillen sowie WM-Bronze 2005 und 2007. Später war Valerie Fleming unter anderem als Athletenvertreterin im Vorstand des US-Bob- und Skeleton-Verbandes und in der Bob-Jury des Internationalen Bob- und Skeleton-Verbandes tätig, zum Beispiel bei den Olympischen Winterspielen 2018 in PyeongChang.

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