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Richard Adjei, GER, Photo: BSD

Düsseldorf (RWH) Der Internationale Bob & Skeleton Verband IBSF trauert um den früheren Bob-Anschieber Richard Adjei. Wie sein Bruder Jason auf Facebook bekannt gab, verstarb der Deutsche am 26. Oktober im Kreise seiner Familie. Er wurde 37 Jahre alt.

Richard Adjei begann seine sportliche Laufbahn in seiner Heimatstadt Düsseldorf im American Football und spielte unter anderem beim Club Rhein Fire in der NFL Europe. 2007 wurde er als Anschieber für den Bob-Sport entdeckt und gewann mit Pilot Manuel Machata gleich beim ersten Europacup-Einsatz in Innsbruck (AUT) das Viererbob-Rennen. 2009 holten Machata und Adjei bei den Junioren-Weltmeisterschaften jeweils Silber im Zweier- und Viererbob. 2010 bestritt Richard Adjei mit Pilot Thomas Florschütz am Königssee seinen ersten Zweierbob-Weltcup – und empfahl sich mit Platz eins vor Olympiasieger André Lange für das deutsche Olympia-Team. Bei den Winterspielen 2010 in Vancouver (CAN) holte das Duo Florschütz/Adjei Olympia-Silber.

Mit Manuel Machata, im Team wurde Richard Adjei 2011 Weltmeister und Europameister im Viererbob. „Jeder, der ihn gekannt hat weiß, er war ein immer fröhlicher, optimistischer und ehrgeiziger Mensch, der in seinem Leben vielen Menschen geholfen und sie zum Lachen gebracht hat. Wir alle werden Dich vermissen Junge und danke für die gute Zeit“, schrieb Manuel Machata auf Facebook.

Auch nationale und internationale Sport-Kolleg:innen äußerten ihre Betroffenheit und Anteilnahme über den frühen Tod des beliebten Athleten und teilten ihre Erinnerungen, darunter die Olympia-Zweiten im Frauen-Zweierbob von 2010, 2014 und 2018 Helen Upperton (CAN) und Elana Meyers Taylor (USA), Der Olympia-Dritte von 2014 John Jackson und Teamkollege Lamin Deen (GBR), die Olympia-Vierte von 2010 Esmé Kamphuis (NED) und Bob-Olympiasiegerin Anja Schneiderheinze (GER).  

“Mit Bestürzung und Trauer habe ich vom Tod von Richard Adjei erfahren“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach. „Gern erinnere ich mich insbesondere an unsere gemeinsame Zeit bei den Olympischen Winterspielen Vancouver 2010 zurück, bei denen Richard die Silbermedaille gewann. Er war ein großer Athlet, der immer eine positive Ausstrahlung hatte, die ihm viele Freundschaften und viel Sympathie eingebracht hat – auch von mir. So werden wir ihn immer in Erinnerung behalten.“ ©RWH2020


Photo: BSD

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