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Rudy Rinaldi/Boris Vain im Zweierbob mit bestem Olympia-Ergebnis für Monaco, Photos: IBSF / Viesturs Lacis

Bobteam verpasst erste Olympia-Medaille nur um 56 Hundertstel

Peking (RWH) Während beim olympischen Viererbob-Rennen bei den Winterspielen 2022 in Peking kein Team aus Monaco am Start ist, feierte die Nation zuvor im Männer-Zweierbob ihr bisher bestes Ergebnis. Ausgerechnet Fürst Albert verpasste jedoch den größten Olympia-Erfolg seines kleinen Landes. Als Rudy Rinaldi seinen Zweierbob mit Anschieber Boris Vain auf Rang sechs steuerte, war der Gründungs-Präsident des monegassischen Bob-Verbandes nicht vor Ort im Yanqing Sliding Center. Gerade einmal 56 Hundertstelsekunden fehlten dem Dritten der Olympischen Jugend-Winterspiele von 2012 auf den Bronzeplatz.

Es wäre die erste Olympia-Medaille für das Fürstentum in der Geschichte überhaupt gewesen. Die Bronzemedaille, die Julien Medecin 1924 im Architektur-Wettbewerb gewann, zählt nicht in den offiziellen Statistiken des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). „Wir wussten, dass wir weit vorne landen können“, sagte Rudy Rinaldi. „Wir und ganz Monaco freuen sich.“

Ganz besonders der Fürst. Für Albert wäre mit dem Gewinn einer olympischen Medaille ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Mitte der achtziger Jahre hatte der sportbegeisterte Sohn von Fürst Rainer, der auf den Namen Albert Alexandre Louis Pierre Rainier Grimaldi getauft worden war, im noblen Dracula Club in St. Moritz die „Fédération Monégasque de Bobsleigh, Luge et Skeleton“ gegründet. Geburtshelfer war Klaus Kotter, Steuerberater aus Eggenfelden und in jenen Tagen Präsident des Weltverbandes.

Als Monacos Pilot und Präsident in Personalunion nahm Albert unter seinem bürgerlichen Namen Grimaldi an fünf Olympischen Spielen teil. Platz 25 im Zweierbob in Calgary 1988 war sein bestes Resultat als Olympia-Teilnehmer.

Viel besser machte es sein Nachfolger an den Lenkseilen. Patrice Servelle kam im Jahr 2010 beim Weltcup in Calgary auf den zweiten Platz im Zweierbob. Angeschoben wurde der Monegasse von Lascelles Brown, einem Sprinter aus Jamaika, der als Bremser mit Pierre Lueders 2005 den WM-Titel für Kanada gewann und damals den monegassischen Zweierbob auf Touren brachte.

Apropos Bremser. Alberts ehemaliger Bremser und Olympiateilnehmer 1992 und 1994, David Tomatis, fungiert heute als Vizepräsident Marketing und Veranstaltungen beim Weltverband IBSF. Albert ist seit 1985 IOC-Mitglied.

Photos: IBSF / Viesturs Lacis
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