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Pressemitteilung als PDF


Am 22.Dezember 2016 wurde der Internationale Bob & Skeletonverband (IBSF) vom Internationalen Olympischen Komitee informiert, dass in Zusammenhang mit mutmaßlichen Anti-Doping Regel-Verletzungen während den Olympischen Winterspielen 2014 in Sochi, Russland Untersuchungen gegen Athleten eingeleitet wurden.
Die IBSF hat die betroffenen Athleten einzeln in einem Schreiben vom 30.Dezember 2016 informiert, dass sie in Übereinstimmung mit Artikel 7.9 der IBSF Anti-Doping Regeln (ADR), Version 1. Januar 2015, provisorisch mit sofortiger Wirkung gesperrt sind.
Nach der provisorischen Suspendierung haben die Athleten mit email vom 2.Januar 2017 die Möglichkeit nach einer zeitnahen, provisorischen Anhörung gemäß Artikel 7.9.3 der IBSF ADR gefordert.
Die provisorische Anhörung wurde am 3.Januar 2017 unter dem Vorsitz von Dolf Segaar und den Mitgliedern Dr.Alessia Di Gianfrancesco und Prof.Dr.Ian Blackshaw durchgeführt.

Das Hearing Panel kam zu folgendem Beschluß (Ausschnitt):
1. Artikel 6 der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten schützt das Recht für eine faire Verhandlung und garantiert insbesondere die Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils. Artikel 3.1 der IBSF ADR legt die Beweislast auf Seite der IBSF.

2. Das Doping Hearing Panel kommt zu dem Schluß, dass der McLaren Report II genügend Gründe liefert, um weitere Untersuchungen sowohl durch das IOC wie auch durch die IBSF zu unternehmen, um die Rolle der Athleten in „der Verfälschung oder versuchten Verfälschung von Anti-Doping Kontrollen“ in Übereinstimmung mit Artikel 3.1 der IBSF ADR zu klären, gleichzeitig kommt es aber auch zu dem Schluß, dass zu dem jetzigen Zeitpunkt (noch) keine ausreichenden Beweise vorliegen, um die provisorische Suspendierung der Athleten zu rechtfertigen. Das Doping Hearing Panel bitte das IOC jegliche Ergebnisse dessen Untersuchungen mit der IBSF zu teilen, um in der Lage zu sein, die Position der Athleten in diesem Zusammenhang möglicherweise nachzuprüfen.

3. Das Doping Hearing Panel der IBSF kommt daher zum Schluß, dass die provisorische Suspendierung der Athleten mit sofortiger Wirkung aufzuheben ist gemäß Artikel 7.9.3, 2(c) der IBSF ADR. Diese Entscheidung des Panels ist unbeschadet der laufenden Untersuchungen des IOCs und ist in keinster Weise eine Vorwegnahme der Ergebnisse jener Untersuchungen.

Die Athleten und der Russische Bobverband (BFR) wurden entsprechend informiert. Die Athleten können daher mit sofortiger Wirkung an IBSF Veranstaltungen teilnehmen.
Alle beteiligten Parteien haben ihre volle Unterstützung in Bezug auf die derzeit laufenden Untersuchungen durch das IOC zugesagt. Die IBSF wird eng mit IOC und WADA in dieser Angelegenheit zusammenarbeiten.

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