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Photos: IBSF / Viesturs Lacis

Marina Gilardoni holt Silber für die Schweiz vor Janine Flock aus Österreich mit Bronze

Altenberg (RWH) Mit Bahnrekord im letzten Lauf und der besten Zeit des ganzen Wettbewerbs ist Tina Hermann (GER) zur Rekord-Weltmeisterin im Frauen-Skeleton aufgestiegen. Bei den BMW IBSF Weltmeisterschaften 2020 in Altenberg (GER) holte die 27–Jährige nach 2016 und 2019 ihren dritten WM-Titel. Das schaffte vor ihr noch keine Skeleton-Athletin. Bisherige WM-Rekordhalterin war Maya Pedersen-Bieri (SUI, zwei Mal Gold, ein Mal Silber).

Dabei war der Final-Tag an Dramatik kaum zu überbieten: Über drei Rennläufe lag die Schweizerin Marina Gilardoni klar in Führung. Tina Hermann ging auf Platz zwei liegend als vorletzte Starterin in den vierten und letzten Lauf, der ihr mit neuem Bahnrekord (57,77 Sekunden) fast perfekt gelang. Marina Gilardoni als letzte Starterin verspielte ihren Vorsprung dann durch einen Fahrfehler und kam mit der zweitbesten Gesamt-Zeit und 0,22 Sekunden Rückstand ins Ziel - und die alte und neue Weltmeisterin Tina Hermann, in der Leaders Box wartend, konnte ihr Glück kaum fassen.

Nach EM-Silber holte die Schweizerin damit auch ihre erste Medaille bei Skeleton-Weltmeisterschaften. Die letzte Schweizer WM-Medaille im Frauen-Skeleton gewann übrigens Maya Pedersen-Bieri 2007 in St. Moritz (SUI), ebenfalls mit Silber.

WM-Bronze ging in Altenberg an Janine Flock (AUT, 1,21 Sekunden zurück). Die Europameisterin von 2016 und 2019 gewann so ihre zweite WM-Medaille nach Silber 2016 in Innsbruck.

Weltcup-Gesamtsiegerin Jacqueline Lölling (GER, 1,39 Sekunden zurück) verpasste die Medaillen-Ränge nur knapp und wurde Vierte. Europameisterin Elena Nikitina (RUS, 1,50 Sekunden zurück) hält den neuen Startrekord in Altenberg (5,26 Sekunden) und beendete die BMW IBSF WM 2020 auf Rang fünf vor Sophia Griebel (GER). ©RWH2020

Ergebnisse >> ibsf.org     Photos >> Flickr       Videos (Rennen, Highlights und mehr) >> Youtube

Photos: IBSF / Viesturs Lacis

Tina Hermann (GER, Weltmeisterin 2016, 2019 und 2020, Weltcup-Gesamtsiegerin 2016)

„Das ist so verrückt, ich kann gar nichts sagen. Ich habe mich geärgert, dass mir vorher kein perfekter Lauf gelungen ist. Ich wusste aber, ich kann hier Bahnrekord fahren und habe mir vor dem letzten Lauf gesagt, los jetzt, Du kannst das. In der Leaders Box musste dann alles, die ganze Anspannung, erstmal raus.“

Marina Gilardoni (SUI, WM-Zweite und EM-Zweite 2020)

„Ich habe definitiv Silber gewonnen, nicht Gold verloren. Ich freue mich mega über meine Rennläufe und die Medaille. Leider war der vierte Lauf nicht so gut, wie die anderen. Der Fehler hat das Türchen nach oben geöffnet für Tina und gegen einen Bahnrekord zu fahren ist immer schwierig.“ 

Janine Flock (AUT, WM-Dritte 2020, Europameisterin 2016 und 2019)

„Ich habe gestern im zweiten Lauf Fehler eingebaut, das habe ich heute kompensieren können. Allerdings hab ich im letzten Lauf dann wieder einen blöden Fehler im Kreisel gehabt. Eine Medaille war gar nicht meine Zielsetzung hier und natürlich bin ich überglücklich, dass ich mich vom vierten Platz noch hab vorkämpfen können.“

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