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IBSF Olympia-Vorschau Skeleton; Photos: IBSF / Viesturs Lacis

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Frauen-Skeleton seit 20 Jahren im olympischen Programm
 

Yanqing (RWH) Die Winterspiele in Peking markieren ein kleines Olympia-Jubiläum für die Skeleton-Athletinnen. Vor genau 20 Jahren in Salt Lake City (USA) feierte Frauen-Skeleton seine Premiere im Zeichen der fünf Ringe, die Herren waren schon 1928 und 1948 im Olympia-Programm. Beim Debüt der Damen gingen Gold und Silber 2002 vor heimischem Publikum an die US-Amerikanerinnen Tristan Gale und Lea Ann Parsley, Alex Coomber aus Großbritannien gewann Olympia-Bronze.

Die Britinnen machten ihr Land danach zur erfolgreichsten Nation in Sachen Frauen-Skeleton bei Olympia: Bislang gab es bei allen Winterspielen Skeleton-Medaillen für die Athletinnen aus Großbritannien, zuletzt drei Mal Gold für Amy Williams 2010 in Vancouver (CAN) und Lizzy Yarnold 2014 in Sochi (RUS) sowie 2018 in PyeongChang (KOR). Laura Deas gewann vor vier Jahren für Großbritannien Olympia-Bronze.

Zu den Favoritinnen in Peking zählen nach den Resultaten der Olympia-Saison definitiv Weltmeisterin Tina Hermann (GER) sowie Weltcup-Gesamtsiegerin und Europameisterin Kimberley Bos aus den Niederlanden. Auch die Gesamtweltcup-Zweite Janine Flock (AUT) kam nach Rückenproblemen zu Saisonbeginn zuletzt immer besser in Form und schloss die Weltcup-Saison mit ihrer zehnten EM-Medaille seit 2013 ab. Um die Medaillen mitfahren will auch das Team vom Russischen Olympischen Komitee (ROC): Elena Nikitina, Yulia Kanakina und Alina Tararychenkova gehören zu den schnellsten Starterinnen im Feld und standen in der Olympia-Saison insgesamt fünf Mal auf dem Podium.

Für Überraschungen mit den ersten Medaillen für ihre Nationen im Skeleton-Sport sorgten im Olympia-Winter Kim Meylemans aus Belgien und die Italienerin Valentina Margaglio.

Ob die Gastgeberinnen – für China starten im Frauen-Skeleton Li Yuxi und die Fahnenträgerin der Eröffnungsfeier Zhao Dan – ihren Heimvorteil durch die unvergleichbare Erfahrung auf der Bahn in eine Favoritenrolle umsetzen können, wird sich im Rennen zeigen.

Für das Team der Gastgeber aus China sind die Olympia-Rennen übrigens der erste internationale Vergleich auf der Heimbahn: Der sonst übliche Weltcup in der Saison vor den Winterspielen fiel aufgrund der Reisebeschränkungen durch die COVID19-Pandemie aus. Beim Olympia-Test im Rahmen der internationalen Trainingswochen im Oktober 2021 waren keine Athletinnen und Athleten des Gastgeber-Teams am Start. ©RWH2022

Kamerafahrt durch das Yanqing Sliding Center von Peking 2022

Yanqing (RWH) Das olympische Yanqing Sliding Center virtuell erleben können Sportfans bei einer Kamerafahrt durch die 1615 Meter lange Wettkampfstrecke der Kunsteisbahn. Das Video gibt es auf den Social-Media-Seiten der IBSF (@IBSFsliding) bei >>Facebook, >>Twitter, >>Instagram

Die Medaillengewinner vom Olympia-Test in Yanqing

Yanqing (RWH) Die Medaillengewinner des Olympia-Tests im Yanqing Sliding Center im Oktober 2021 stehen auch wieder auf der Startliste, wenn es bei den Winterspielen von Peking 2022 um Gold, Silber und Bronze geht. Im Frauen-Skeleton gewann bei dem Testrennen im Rahmen der internationalen Trainingswochen damals Weltmeisterin Tina Hermann (GER) knapp vor Junioren-Weltmeisterin Hannah Neise (GER). Elena Nikitina (ROC) belegte Rang drei. Bei den Männern ging der Skeleton-Sieg an Alexander Gassner (GER) vor Marcus Wyatt aus Großbritannien und Axel Jungk (GER). Athletinnen und Athleten aus China waren beim internationalen Training und dem Olympia-Test nicht am Start. ©RWH2022
 

Martins Dukurs bei fünften Winterspielen Top-Favorit im Männer-Skeleton 

Yanqing (RWH) Sechs WM-Titel, zwölf Mal Europameister, elf Siege im Gesamt-Weltcup und 61 Weltcup-Siege – Skeleton-Athlet Martins Dukurs aus Lettland ist der mit weitem Abstand erfolgreichste Skeleton-Athlet der Sportgeschichte. Komplettieren würde die Titelsammlung des 37-Jährigen nur noch eins: Olympia-Gold. In Peking nimmt Martins Dukurs den fünften Anlauf, 2010 in Vancouver (CAN) und 2014 in Sochi (RUS) gewann er jeweils Silber und musste sich dabei nur den Lokalmatadoren – in Vancouver Jon Montgomery und in Sochi Alexander Tretiakov – geschlagen geben. Beim Olympia-Test im Yanqing Sliding Center hatte der Lette Platz 18 belegt.

Weit oben auf der Favoriten-Liste stehen zudem die Athleten aus dem deutschen Team: Christopher Grotheer gewann die beiden vergangenen Saison-Höhepunkte, die Weltmeisterschaften 2020 und 2021. Dabei bewies der 29-Jährige Nervenstärke in den zweitägigen Wettbewerben: Die WM-Titel 2020 sicherte sich Grotheer erst auf den letzten Metern des Final-Laufs und mit nur einer Bestzeit in den vier Durchgängen – aber der größten Konstanz. 2021 ging er als Halbzeit-Führender in den zweiten WM-Tag und fuhr im dritten und vierten Rennlauf mit weiteren Bestzeiten letztlich zu WM-Gold.  Den Olympia-Test gewann im Oktober Teamkollege Alexander Gassner, Axel Jungk wurde Dritter. Nicht vergessen sollte man in der Favoriten-Frage auch die Briten mit Weltcup-Sieger Matt Weston und Marcus Wyatt mit Platz zwei beim Olympia-Test. Auch das Team des Russischen Olympischen Komitees (ROC) hat mit dem Olympiasieger von 2014 Alexander Tretiakov und dem Jugend-Olympiasieger von 2016 Evgeniy Rukosuev zwei Athleten am Start, die in Peking um die Medaillen fahren könnten.

Für Olympia-Gastgeber China gehen bei den Winterspielen von Peking 2022 Yan Wengang und Yin Zheng an den Start. Nicht im Team ist dagegen der erste Weltcupsieger aus China: Geng Wenqiang hatte im November 2021 beim BMW IBSF Weltcup in Innsbruck (AUT) als erster Skeleton-Athlet seiner Nation ein Weltcup-Rennen gewonnen – bei einem historischen Dreifach-Sieg zeitgleich mit Weltmeister Christopher Grotheer (GER) und dem Briten Matt Weston. ©RWH2022

Katie Uhlaender und die Dukurs-Brüder erfahrenste Skeleton-Olympioniken 

Yanqing (RWH) Katie Uhlaender aus den USA und die Brüder Tomass und Martins Dukurs aus Lettland sind die erfahrensten Olympioniken im Skeleton-Aufgebot bei den Winterspielen in Peking. Jeweils zum fünften Mal – 2006, 2010, 2014, 2018 und nun 2022 – sind die Weltmeisterin von 2012 Katie Uhlaender und der sechsmalige Weltmeister Martins Dukurs bei Olympischen Winterspielen dabei. Noch länger zurück reicht die Erfahrung von Tomass Dukurs (LAT), dem älteren der Dukurs-Brüder: Er war – neben 2010, 2014 und 2018 – bereits 2002 in Salt Lake City (USA) dabei und wurde damals 21. Tomass Dukurs ist damit der einzige Skeleton-Athlet, der über die ganze moderne Olympia-Geschichte des Männer-Skeletons aktiv ist: Nach zwei Olympia-Auftritten 1928 und 1948 ist der Skeleton-Sport seit 2002 fester Bestandteil des Programms bei den Winterspielen. ©RWH2022

Olympische Jugend-Winterspiele seit zehn Jahren Talentschmiede im Skeleton-Sport 

Yanqing (RWH) Zehn Jahre nach der Premiere der Olympischen Jugend-Winterspiele (Youth Olympic Winter Games, YOG) im Jahr 2012 sind bei den Winterspielen 2022 in Peking im Skeleton-Sport einige ehemalige YOG-Athlet:innen dabei – und zählen teils zum Favoritenkreis. Im Frauen-Skeleton waren bei der YOG-Premiere bereits Jacqueline Lölling (GER) und Kim Meylemans (BEL) am Start. Kim Meylemans belegte Rang fünf, Lölling wurde die erste Jugend-Olympiasiegerin der Sportgeschichte in ihrer Disziplin und holte 2018 in PyeongChang Olympia-Silber. Auch Weltcup-Gesamtsiegerin Kimberley Bos war 2012 in Innsbruck (AUT) schon dabei, wenn auch in einer anderen Disziplin: Als Zweierbob-Pilotin gewann die Niederländerin die Bronzemedaille. Im gleichen Rennen dabei war auch Valentina Margaglio (ITA), die als Anschieberin von Bob-Pilotin Mathilde Parodi Fünfte wurde.

Aus dem YOG-Kader von 2016 in Lillehammer (NOR) sind in Peking gleich sechs Skeleton-Athleten dabei, allen voran Jugend-Olympiasieger Evgeniy Rukosuev (ROC) und die Silbermedaillen-Gewinnerin Hannah Neise (GER). Ebenfalls am Start im Yanqing Olympic Sliding Center sind beim Frauen-Skeleton Alina Tararychenkova (ROC, 2016 YOG-Rang acht), sowie bei den Männern Samuel Maier (AUT, Platz sechs) sowie Vladyslav Heraskevych (UKR) und Seunggi Jung (KOR), die 2016 zeitgleich Achte wurde.

Selbst aus den jüngsten Jugendspielen von Lausanne 2020 ist eine Skeleton-Athletin bei den Winterspielen in Peking dabei: Die 19 Jahre alte Zhao Dan (CHN) belegte beim YOG-Rennen in St. Moritz (SUI) Rang sieben – zwei Jahre später führte sie als Fahnenträgerin das Gastgeber-Team aus China bei der Eröffnungsfeier ins Olympiastadion. ©RWH2022
 

Die Startreihenfolge bei den olympischen Skeleton-Rennen

Starting Order D Skeleton

Am Rande der Bande 

Zwischen 19 und 40 Jahren sind die Skeleton-Athletinnen und -Athleten bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking. Eine ganze Generation liegt damit zwischen der jüngsten Olympia-Starterin und dem ältesten Athleten bei den Skeleton-Rennen von Peking 2022: Als Tomass Dukurs (40) 2002 in Vancouver (CAN) erstmals bei olympischen Winterspielen an der Startlinie stand, war Zhao Dan noch nicht auf der Welt: Die Chinesin feierte im Dezember 2021 ihren 19. Geburtstag. ©RWH2022

Jaclyn Narracott (AUS) gelang bei der Olympia-Generalprobe beim Weltcup-Finale 2021-2022 in St. Moritz (SUI) Historisches. Als erste Skeleton-Athletin aus Australien stand sie bei einem Weltcup ganz oben auf dem Podium. Trainer der 31-Jährigen ist übrigens ihr Ehemann Dom Parsons. Als aktiver Athlet hatte der Brite 2018 in PyeongChang Olympia-Bronze gewonnen. Das Skeleton-Team von Australien komplettiert Nick Timmings. Der Gesamtsieger im IBSF-Nordamerika-Cup 2021/2022 feiert in Peking sein Olympia-Debüt. ©RWH2022

Nicole Silveira (BRA) kommt als erste Skeleton-Athletin aus Brasilien zu den Olympischen Winterspielen 2022 nach Peking. Im Olympia-Winter fuhr die 28-Jährige bislang die Saison ihres Lebens: Sie gewann die Gesamtwertung zum IBSF Nordamerika-Cup – mit fünf Siegen in acht Rennen – holte zwei Siege im IBSF Interkontinental-Cup und kam im Dezember 2021 beim Weltcup in Altenberg (GER) erstmals in die Top Ten. Beim Olympia-Test im Yanqing Sliding Center holte die Brasilianerin Platz acht von 24 Starterinnen. ©RWH2022

 

Der Olympia-Zeitplan Skeleton

Schedule D Skeleton

Änderungen sind möglich – die aktuellen Zeiten (Ortszeit der Bahn und jeweilige Ortszeit der Nutzer) stehen auf der IBSF-Webseite. ©RWH2022

 

Saison-Sieger BMW IBSF Weltcup 2021/2022 – Skeleton

Overall Winners Skeleton 

 

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